Mittwoch, 28. März 2012

Aufruf an die Mitglieder der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft

Dr. 
med. 
Andreas 
M.
Worel, anthroposophischer Arzt aus 
Selzach/Schweiz und einige Zeit Mitarbeiter der WELEDA Arlesheim, ruft die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und sich um das Schicksal der WELEDA und vor allem der von ihr hergestellten Arzneimittel und der anthroposophisch erweiterten Medizin zu kümmern.
Aus diesem Aufruf, "an der Generalversammlung am 31. März 2012 im Goetheanum engagiert und konstruktiv teilzunehmen" wird aber nicht klar, was er nun für den richtigen und zukunftsfähigen Lösungsweg hält. Tatsache ist ja, dass auch die Ärzte erst dann angefangen haben, sich um die WELEDA zu kümmern, als die Probleme so groß waren, dass sie selbst beim Zudrücken aller Augen und Hühneraugen unübersehbar waren. Auch das größte Engagement der Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft kann die WELEDA nicht vor der Insolvenz retten, wenn nicht Ralph Heinisch und sein hoffentlich bald vervollständigtes Führungsteam es schafft, die Firma organisatorisch und finanziell wieder auf die Füße zu stellen und finanziell zukunftsfähig zu machen. Denn gerade die "Treue" der Anthroposophen zur WELEDA und ihres Managements hat die kritische Distanz überbrückt, die zur Beurteilung und unvoreingenommenen Entscheidungsfindung  notwendig ist.
Es gilt jetzt, die verbliebenen Stärken der WELEDA - eine engagierte und leidensfähige Mitarbeiterschaft, gute Produkte, einen sehr guten Namen, treue Kunden - geschickt in die Waagschale zu legen  um damit die Schwächen im finanziellen und organisatorischen Bereich sowie aus dem aufgeblähten Verwaltungs-Wasserkopf in Basel auszugleichen. Wenn dies gelingt und die Liquidität sichergestellt bleibt - trotz der dieses Jahr beginnenden Tilgung der GLS-WELEDA-Fonds in Höhe von etwa 20 Mio € -, kann gehofft werden, dass WELEDA ohne Insolvenz die nächsten Jahre übersteht und sich aus dem Cash Flow wieder ein finanzielles Polster "anfuttern" kann, um in Zukunft auch notwendige Investitionen selbst zu finanzieren.

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