
Zwar ist die gerade eben 21 Jahre alte Firma LAVERA GmbH im Vergleich zu der über 80-jährigen WELEDA noch ein richtiger "Jungspund", doch hat sie inzwischen die WELEDA überholt - jedenfalls in der jüngsten Bewertung in dem Spezialheft "Ratgeber Kosmetik und Wellness" der Zeitschrift ÖKOTEST, wie das Portal BioMarkt berichtet.
Warum ist das so? Nicht nur ist WELEDA weit davon entfernt, eine globale Marke zu sein, sie wird sogar auf ihrem Heimatmarkt in ihrem Hauptdisziplin, der ökologischen Qualität, überholt. Und das, obwohl sie als die älteste der zur Zeit existierenden Naturkosmetikfirmen gilt, obwohl sie mit der "anthroposophischen Gemeinde" eine relativ kritiklose und treue Stammkundschaft hatte und noch hat, und obwohl sie von eben dieser "anthroposophischen Gemeinde" finanziell und ideell massiv unterstützt wurde und wird. Oder gerade WEGEN dieser "anthroposophischen Gemeinde"?
Tatsache ist, dass innovative Konzepte nicht bei WELEDA, sondern bei anderen Naturkosmetikfirmen zu finden sind. So eröffnet Annemarie Börlind gerade ihren zweiten Flagship Store in Stuttgart, nachdem der erste in Mailand ein großer Erfolg war, und die wirklich frische, konservierungsmittelfreie und konsequente Naturkosmetik kommt inzwischen von der österreichischen Firma RINGANA, deren Produkte ich auch persönlich verwende und empfehle. RINGANA zeigt, dass auch mit einem Wareneinsatz-Anteil von ca. 25% am Endpreis, immer frischen Klein-Chargen-Produktionen in der Größenordnung von 50 kg pro Charge, mit einer konsequenten Frische-Philosophie und einer innovativen Marketing-Strategie ein Unternehmen mit Wachstums- und Gewinnzahlen sich entwickeln kann, von denen WELEDA nur träumen kann.
Und so rückt Rudolf Steiners Ziel, mit der Produktion von Kosmetik die Anthroposophie zu finanzieren und Menschen zu erreichen, in immer weitere Ferne.