Freitag, 11. Januar 2008

Eine Zensur findet (nicht) statt - ist das anthroposophische "Diskussionskultur"?

Der interessanteste Inhalt ist nichts wert, wenn er nicht gelesen wird - deshalb wollte ich eine Kleianzeige schalten auch in der anthroposophischen Zeitschrift "Die Drei".

Sie sollte lauten:

www.weledablog.eu- WELEDAs* Aufgabe und
die (traurige) Realität. Warum WELEDA nicht nur
eine Kosmetikfirma ist. Was ihre Aufgabe gewesen
wäre und warum ALLE Anthroposophen für sie
und ihr Scheitern mit verantwortlich sind.

Leider wurde diese Anzeige abgelehnt. Begründung: "Die Rubrik Kleinanzeigen dient nicht als Forum für Angriffe (ob berechtigt oder nicht spielt keine Rolle) auf andere Institutionen."

Ist das die "anthoposophische Diskussionskultur"? Mit diesem Blog will ich ja in keinster Weise die WELEDA angreifen, sonderen darauf aufmerksam machen, dass sie - nach meinen Erfahrungen, die sich durch Gespräche mit (ehemaligen) Kolleginnen und Kollegen immer wieder bestätigt - durch ein seiner Aufgabe nicht bewusstes und teilweise unfähiges Management zugrunde gerichtet wurde und immer weiter wird, und dass die Verantwortlichen dafür die Mitglieder der Anthroposphischen Gesellschaft sind, die als Eigentümer ihren Eigentümer-Pflichten nicht nachkommen, da sie - wie auch aktuell die Kleinanzeigen-Redaktion von "Die Drei" - kontroversen Diskussionen aus dem Weg gehen und lieber "die lieben Freunde (im Management)" weiter schalten und walten lassen und dabei nicht wahrnehmen, dass sie damit die Wirksamkeit der Anthoposophischen Gesellschaft in der Welt zerstören, indem sie ihr die wirtschaftliche Grundlage entziehen.

Ich möchte auch ganz deutlich betonen:
WELEDA hat hoch motivierte, begeisterungsfähige und teilweise geniale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ich schätze meine ehemailgen Kolleginnen und Kollegen sehr, einige bewundere ich geradezu. Umso tragischer ist es, dass ihre Arbeit nicht die volle Wirkung entfalten kann, weil der (wirtschaftliche) Erfolg durch ein in meinen Augen unfähiges Management konterkariert wird.

Mir tut ja auch Herr Pietzner (Schatzmeister der Anthroposophischen Gesellschaft am Goetheanum) leid, der jeden Franken umdrehen muss und zu jedem Weihnachtsfest Bettelbriefe schreiben - das war sicher nicht in Rudolf Steiners Sinne. Rudolf Steiner wollte, dass die Anthroposophie in der Welt wirksam wird und dass die WELEDA Kosmetik die Anthroposphische Arbeit in der Welt finanziert - und andere Naturkosmetikfirmen beweisen ja, dass es durchaus möglich ist, mit guter Naturkosmetik richtig Geld zu verdienen.

*WELEDA ist ein eingetragenes Markenzeichen der WELEDA AG, die zu über 30 % der Anthroposophischen Gesellschaft gehört, deren Mitglied ich seit über 2 Jahrzehnten bin. Als Miteigentümer fühle ich mich für diese Gesellschaft mitverantwortlich.

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