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| Erk Schuchhart (links) muss gehen, Samir Kedwani (rechts) übernimmt seine Aufgaben |
Aus WELEDA Kreisen in Schwäbisch Gmünd wird verlautbart, dass der neue CEO Ralf Heinisch das konkrete und angekündigte "Personal-Sparen" an der richtigen Stelle beginnt. Nicht nur in der Produktion, wo Geld verdient und wertvolle Arbeit gemacht wird, sind "Stellen einzusparen" - wie es so schön im Managerdeutsch heisst -, sondern auch in der bekanntlich sehr breit aufgestellten Geschäftsführung. Es trifft als erstes Erk Schuchhardt, der seit 2008 als Vorsitzender der Geschäftsleitung den Standort Schwäbisch Gmünd leitet. Seine Aufgaben soll der bisherige Produktionsleiter in Schwäbisch Gmünd, Dr. Samir Kedwani, mit übernehmen. Vielleicht gibt es ja dann bald - unter Einbeziehung moderner elektronischer Kommunikationsmethoden - eine gemeinsame Produktionsleitung aller drei produzierenden Standorte in Europa und eine in Ralf Heinisch personifizierte Geschäftsleitung? Wünschenswert wäre es, denn die ewigen Rivalitäten zwischen den Standorten, angestachelt durch den Ehrgeiz der jeweiligen Produktionsleiter und Geschäftsführer, hatten lange Zeit teure und unsinnige Entscheidungen zur Folge, wenn es z.B. um die Entscheidung ging, welches Produkt an welchem Standort produziert werden soll.
Aus persönlicher Sicht muss ich sagen, dass ich die Entlassung von Erk Schuchhardt schade finde, denn ich habe ihn während meiner Zeit bei WELEDA kennen gelernt und mich mit ihm recht gut verstanden. Bleibt zu hoffen dass er dem Unternehmen in anderer Funktion erhalten bleibt und jemand mit weniger menschlichen Qualitäten das Unternehmen dauerhaft verlässt! Es stellt sich die Frage: War der Betriebsrat in die Entscheidung involviert? Wurden die Mitarbeiter gefragt, mit welchem "Chef" sie sich die Zukunft am besten vorstellen können?
Leider ist (noch) nicht bekannt, wie viel Geld durch die Umstrukturierungen gespart wird, ob Erk Schuchhardt eine Abfindung erhält und wie hoch sein Gehalt als Vorsitzender der Geschäftsleitung des WELEDA Standortes Schwäbisch Gmünd ist. Aber vielleicht gibt es mit dem neuen CEO auch eine neue Transparenz, die den Namen wirklich verdient, und wir erfahren, wie viele Tuben Kosmetika verkauft werden müssen, um das Gehalt eines WELEDA Managers zu bezahlen?

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