Sonntag, 24. März 2013

Was machen die Ex-Manager?


Da der administrative Wasserkopf bei WELEDA glücklicherweise abgebaut wurde, ist es nun interessant zu sehen, wohin es die Manager verschlagen hat. Welche neuen Aufgaben werden sie finden? Werden Sie zu Firmen wechseln, die WELEDA Konkurrenz machen?
Fangen wir an mit Moritz Aebersold, der als langjähriges Mitglied der WELDEDA Gruppenleitung und der WELEDA Arlesheim in meinen Augen der Hauptverantwortliche für das finanzielle Desaster der WELEDA ist. Zu ihm meldet die Schweizer Plattform moneyhouse, dass am 17.01.2013 die Firma Contura Consulting AG mit einem Stammkapital von 100.000 CHF ins Handelsregister eingetragen wurde, einziges Verwaltungsratsmitglied mit Einzelunterschrift: Moritz Aebersold.
Firmenzweck ist laut Handelsregisterauszug: Die Gesellschaft bezweckt die Unternehmensberatung und die Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen Management, Strategie, internationale Marktentwicklung, Branding und Design, ferner den Import und Export sowie den Vertrieb von Waren aller Art. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte tätigen, die direkt oder Indirekt mit dem vorerwähnten Gesellschaftszweck zusammenhängen sowie alle Transaktionen des Mobilien- und Immobilienverkehrs vornehmen. Die Gesellschaft kann sich an anderen Unternehmen beteiligen und Zweigniederlassungen errichten.
Es wird zu beobachten sein, ob und wie Herr Aebersold die bei WELEDA aufgebauten Netzwerke nutzen wird, ob er Konkurrenzunternehmen beraten wird ... .
Ich frage mich, was einen Manager, der viele Jahre ein Unternehmen wie WELEDA geführt hat, der in vielen Verbänden der Kosmetik- und Pharmaindustrie Mitglied ist, bewegt, sich selbständig zu machen statt sich auf passende Führungspositionen in ähnlichen Unternehmen zu bewerben ...
Selbständig gemacht hat sich auch Rudolf Frisch, der nach seinem Ausscheiden bei der WELEDA die Unternehmensberatung Commutatio Consult gegründet hat - ich habe Herrn Frisch aber als das einzige Mitglied des Managements in Erinnerung, dass sich nach meiner Entlassung um mich gekümmert hat. Und wenn wir dem Firmenprofil Glauben schenken, beschäftigt er sich mit dem Thema Personalfindung und -vermittlung sowie mit Organsiationsberatung - es ist also keine Konkurrenz zur WELEDA zu erkennen.
Auch bei Erk Schuchhart ist dies nicht zu erwarten, denn die Lebensmittelzeitung meldet dass er im April als CEO die DAVERT GmbH führen wird. Wir wünschen ihm viel Erfolg.
Leider gibt es aus der "zweiten Reihe" des Managements aber unschönes zu vermelden: Olaf Maurice, ehemals Vertriebsleiter WELEDA Frankreich, und Martine Schmitt, ehemals Personalleiterin bei WELEDA Frankreich, haben im Elsass eine eigene Naturkosmetik-Produktion begonnen mit dem Ziel in Frankreich der WELEDA Konkurrenz zu machen.
Dass es auch anders geht, zeigt Nicolai Keller, 2008 bis 2012 Mitglied der Geschäftsleitung der WELEDA, der immer parallel zu seiner Tätigkeit bei WELEDA seine Rechtsanwaltspraxis geführt hat und seit Januar Geschäftsführer des Nicolaus-Cusanus-Hauses in Stuttgart ist. Und dies macht er gut - wie dieser Bericht in der Stuttgarter Zeitung eindrücklich zeigt.

Wir werden sehen, was es hier noch zu vermelden gibt ... Hinweise sind immer willkommen.

3 Kommentare:

  1. Der doppelverdienende Rechtanwalt Nikolai Keller war schon immer ein Meister der Selbstinszenierung. Bei Weleda war er mit seiner harten Gangart für sehr viel zwischenmenschliches Leid verantwortlich - ob da eine Woche der Läuterung in einem Kloster reicht, wage ich zu bezweifeln.

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  2. Andrei Loktev, Russland25. September 2013 um 17:11

    Vielleicht passe ich - als Russe - zu dem Masstab dieses Projektes nicht. Doch kann ich ueber mich selbst berichten. Ich bin Andrei Loktev, co-Berguender und einzige Gen.Direktor von der Weleda GmbH in Russland von 1992 bis 2005 (nicht nur Kosmetik-Import, auch Heilmittelherstellung, mehr als 300 Namen von Heilmittel). In dem Jahr 2005 Weleda AG Schweiz hat uns verlassen - mit vielen Verprechen fuer Zukunft und mit alte Schulden (250 Taus Euro),Anfangs 2007 hat sie auch Handel mit uns in Russland beendet und weiter mit neugeruendete Partnerschaften arbeitete... Im April 2013 hab'ich ploetzlich gewusst dass SEIT 2009 ZUERST WIR ALS FIRMA, SPAETER ICH SELBER ALS ALTE DIREKTOR VON WELEDA IN RUSSLAND IN EINE SERIE VON GERICHTSRPROZESSEN INVOLVIERT SIND (ZUERST BANKROT-PROZESS, WEITER - SUBSIDIAERE VERANTWORTUNG VON DIREKTOR). ZIEL - 175 TAUS EURO (ENTSPRECH) ZUERST VON UNSEREN ALTE FIRMA, JETZT SCHON VON MIR PERSOEHNLICH GERICHTLICH ZU BEKOMMEN... - Ist das nicht zu viel? - ich meine jetzt als Kommentar in einem Weleda-Blog. Wer - zufaellig - wollte mehr darueber wissen, kann mir schreiben andr.ark.loktev@yandex.ru. Aufjedenfalls nie Medizinische Sektion, nie Goetheanum (Herr Macckay, als heutige Praesident der VR der Weleda AG) bis jetzt gegen diese (fuer mich) unglaubige und schmuetzige Verfolgung nichts Resultatives gemacht haben. Ich stehe doch - als Mensch, als ANthroposoph (seit 1980). Ich will kein Skandal, nur dass man mich in Ruhe laesst und nicht unter der Erpressung russichen Gerichts-Machine allein stehen laesst.

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    1. Herr Loktev, Danke für Ihren Bericht. Ich glaube kaum, dass diese Ungeheuerlichkeit in der europäischen Anthroposophie bekannt ist.
      Ich kann mich noch erinnern dass ich die ersten Lieferungen nach Russland auf den Weg gebracht habe damals, aber das war noch ziemlich abentheuerlich ...

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