Montag, 4. Juni 2012

Zum Geschäftsergebnis 2011


Ja, 2011 war geschäftlich kein gutes Jahr für die WELEDA, und die Zahlen im Geschäftsbericht 2011 sind nicht gerade erfreulich für die Aktionäre und Inhaber von Partizipationsscheinen, die in diesem Jahr auch keine Dividende erhalten.
Wer die Zahlen der letzten Jahre nebeneinander stellt, kann eine geschäftliche Entwicklung sehen, die leider nur eine Tendenz zeigt: nach unten. Dies ist also das Ergebnis der langjährigen und unheilvollen Tätigkeit des Duos Moritz Aebersold (Geschäftsführer 1994 - 2012) und Patrick Sirdey (Geschäftsführer 2004 - 2012). Die Abwärtsbewegung begann schon mit der Assistenz von Mathieu van den Hoogenbandt (Geschäftsführer 2004 - 2008), mit verantwortlich sind auch Rudolf Wilhelm Frisch (Geschäftsführer 1998 - 2009), Hans Steisslinger (Geschäftsführer 2008 - 2010), Rainier Dierdorf (Geschäftsführer 1998 - 2008),  Marc Follmer (Geschäftsführer 1990 - 2011) sowie Andreas Sommer (Geschäftsführer 2011 - 2012), Peter Braun (Geschäftsführer 2009 - 2012) und Patrick Kersting (Geschäftsführer 2009 - 2012). Hauptverantwortlich sind aber m.E. - neben dem Verwaltungsrat unter dem Vorsitz von Georg Fankhauser (VR-Mitglied 2001 - 2012, VR-Präsident 2009 - 2012), der diese Personen jahrelang ungestört so wirtschaften lies - die beiden Erstgenannten, die seit vielen Jahren die Geschäfte der WELEDA lenkten und im Hintergrund die Fäden zogen.














































Mit verantwortlich für die Untätigkeit des Verwaltungsrates sind sicher auch die langjährigen Mitglieder Henner Ehringhaus (VR-Mitglied 2000 - 2009), Michaela Glöckler (VR-Mitglied 1999 - 2009), Johanna Lobeck (1997 - 2008), Marc Theurillat (VR-Mitglied 1995 - 2009) sowie natürlich das langjährige Verwaltungsratsmitglied und ehemalige Verwaltungsratspräsident Rolf Kerler (VR-Mitglied 2004 - 2011, VR-Präsident 2003 - 2009), den ich noch selbst wiederholt und intensiv auf die Probleme bei der WELEDA aufmerksam gemacht habe.
































Indirekt verantwortlich sind aber auch alle Mitglieder der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, die sich trotz der warnenden Anzeichen, trotz vieler Hinweise und Nachrichten, nicht um die geschäftliche Entwicklung "ihrer" WELEDA und um die teilweise schlimmen Zustände in Personal- und Geschäftsführung gekümmert haben, die sich von dem bunten Schein der Werbeanzeigen und schönen Produkte haben blenden lassen und dem untätigen Verwaltungsrat vertraut haben.
Die folgenden Grafiken zeigen deutlich, welch schwierige Aufgabe sich Ralf Heinisch und seine neue Führungsmannschaft vorgenommen und welch katastrophales Erbe sie angetreten haben! Auf der Haben-Seite der WELEDA stehen nun vor allem die immateriellen Güter, insbesondere die Kompetenz, die Qualifikation und der Einsatzwille der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Qualität der von ihnen entwickelten und produzierten Produkte sowie der in Jahrzehnten gewachsene gute Name des Unternehmens. Die Aufgabe ist, mit diesen immateriellen Werten auch genügend materielle Werte zu schaffen um ein wenigstens ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften und mittelfristig sogar den Schuldenstand abzubauen.
Ich schreibe dies hier so deutlich, da mit dem 1. Juni 2012 auch personell ein klarer Schnitt in der Verantwortlichkeit gemacht wurde, der durch die Ereignisse der letzten 6 Monate vorbereitet wurde. So kann dann in einigen Jahren die hier dargestellte Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der Ägide Aebersold / Sirdey mit der dann hoffentlich wesentlich positiveren Entwicklung der Ägide Heinisch verglichen werden. 
Die Geschäftsergebnisse der WELEDA zeigt die folgende Grafik:




















Aufschlussreich ist aber auch die Entwicklung von Eigenkapital (blaue Linie) und Fremdkapital (rote Linie). Das erschreckende Ergebnis zeigt die grüne Linie. Der Übersichtlichkeit halber habe ich es getrennt dargestellt für die WELEDA AG, Arlesheim, und die WELEDA Gruppe. Bitte beachten Sie, dass die Zahlen der folgenden Grafiken eine Null mehr haben also bei der Ergebnisrechnung - die Differenz zwischen Eigen- und Fremdkapital liegt also bei ca. 100 bzw. ca. 140 Mio CHF. Die genauen Zahlen und Details finden Sie in den jeweiligen Geschäftsberichten, die Sie in der Rubrik "Dokumente" rechts aufrufen können.


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